Auch in der Scheiz produziert man Sojamilch als Alternative zu Kuhmilch. Sojaprodukte haben ihren Gesundheitswert und sind oft für Allergiker von Vorteil. Es gibt allerdings auch kritische Stimmen gegen Sojamilch
Die Sojabohne ist eine Nutzpflanze aus der Familie der Hülsenfrüchtler. Ihr Ursprung liegt in Ostasien und sie wurde bereits vor über 5000 Jahren in China kultiviert. Sojabohnen gehören zu den Süßgräsern, Soja ist also botanisch gesehen kein Getreide, sondern wie Bohnen oder Linsen eine Hülsenfrucht. Lange Zeit blieb die Verbreitung der Sojabohne auf China und die Mandschurei beschränkt. Erst im 18. Jahrhundert wurden Sojabohnen neben Ginkgosaucen von Japan nach Europa gebraucht.
Mitlerweile besteht eine Vielzahl von Produkten aus Sojabohnen. Sojamilch, Sojasauce Tofu und Tofuartige Produkte wie Quorn sind nur ein Teil der Vielzahl von Verarbeitungsarten für die leicht zu kultivierenden Bohnen.
80 Prozent der Sojabohnenproduktion werden zu Sojamehl verarbeitet, der rest zu Sojaöl, welches als Salatöl und auch als Backfett genutzt wird. Ein kleiner Anteil des Sojaöls wird sogar zu Biodiesel verarbeitet. Immer mehr werden Sojaprodukte auch zur Ernährung als eiweißreiches Lebensmittel verwendet. Hauptsächlich Sojamilch als Alternative zu Kuhmilch gewinnt an Popularität, da sie für Allergiker von Vorteil ist.
Rund 40 Prozent Eiweiß enthält die Sojabohne weclhes im Unterschied zu tierischem Eiweiß cholesterinfrei ist. Reich sind Sojabohnen zudem an Mineralstoffen wie zum Beispiel Kalzium, Kalium und Magnesium. Bereits 50 Gramm Soja decken rund 20 Prozent des Eisenbedarfs, ca. 30 Prozent des Selenbedarfs und Folsäure.
Wir Schweizer sind seit Jahrhunderten mit Kuhmilch vertraut. Auch wenn es zunehmend Menschen gibt, die eine Laktaseunverträglichkeit haben, muss die Alternative nicht die Sojamilch sein.